Einige Gedanken zum Neuen Jahr und unserem „Zeitgeist“

Veröffentlicht am 13. Januar 2017 von Judith Metz in Allgemein

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Freitag, der 13. Januar 2017, ich sitze im Büro, draußen schneit es dicke Flocken und die Kinder sind außer sich vor Freude. Endlich Schnee! Endlich Schlittenfahren und Schneemann bauen. Die Kinder singen schon den ganzen Vormittag: „Es schneit, es schneit – kommt alle aus dem Haus! Die Welt, die Welt – sieht wie gepudert aus!“ Sie können es kaum erwarten raus zu gehen.

Und die Erwachsenen? Im Radio hört man schon seit gestern Warnungen vor dem superlativen Schneechaos; die Bahn trifft Vorbereitungen für wahrscheinliche Zugausfälle; die Radiomoderatoren geben den Ratschlag bei diesem schneereichsten Tag aller Zeiten am besten zuhause zu bleiben usw.

„Komisch“, denke ich, „es ist doch einfach Winter! Und da schneit es eben ab und zu.“

Was ist nur los? Aus jeder Nachricht muss eine Sensation gemacht werden.

Mir fällt ein Text ein, den ich auf meinem Bürokalender gelesen habe. Er greift meine Gedanken auf

 

„Der Gartentisch steht im Keller, bereit zum Winterschlaf. Es ist stiller, weniger laut – der Herbst übergab den Staffelstab an den Winter.

Es ist wirklich stiller? Was tobt da eigentlich um mich herum und erzwingt doch immer wieder ungefragt meine Aufmerksamkeit?

Millionen Songs kann ich runterladen – aber wann sollte ich sie jemals hören?

Wenn ich jetzt und nur heute zugreife und kaufe, spare ich 50 Prozent – wovon? Mit Highspeed kann ich durchs Netz surfen, noch schneller, noch besser, noch preiswerter. Jetzt kann ich dreimal mehr Glanz auf meinem Haar haben! Die Spülmaschinentabs haben nun die 12-fach-Wirkung und ich spüle mein Geschirr wieder öfter mit den Händen.

Ich freue mich über die Stille im Winter, aber auch auf die ersten Vögel, die mich im Frühling im Morgengrauen wecken. Und ich freue mich auf den Sommer in meinem Garten. Der Tisch aus dem Keller darf wieder nach draußen.

Er wird einfach dort hingestellt, wo wir ihn gerade haben wollen. Sonne, Schatten, unterm Apfelbaum oder am Feuer – wir sitzen auf den gar nicht passenden Gartenstühlen und den bunten durcheinander gewürfelten Polstern.

Aber meine Kinder, Familie, Freundinnen, Freunde sind da, wir reden, hören zu und wirklich hin,

essen, trinken Wein – Momente des Glücks, die ich bewahre“.

(Ilona Kießlich, Anstöße Kalender 2017, www.anstoesse-online.de)

 

Nachdem im letzten Jahr der Herborner Hessentag als einer der schönsten Hessentage gefeiert wurde,

wir als eine der ersten Kitas unserer Landeskirche zum zweiten Mal mit dem Qualitäts Gütesiegel BETA ausgezeichnet wurden,

ist es in diesem Jahr unser Ziel uns gemeinsam mit den Kindern Zeit zu nehmen.

Zeit, um innzuhalten und Momente zu erleben, in denen wir mit allen Sinnen das „Jetzt“ erleben.

So wie die Kinder, die gerade mit roten Wangen und strahlenden Augen ins Büro gestürmt kommen und erzählen, dass sie unsere Kollegin Yvonne im Schnee eingebuddelt haben.

„…und wir haben einen Schneemann gebaut und gleich frage ich meinen Papa, ob wir Schlitten fahren gehen. Ich liebe Schnee!!“

Wir wünschen Ihnen viele glückliche Momente im Neuen Jahr, die übrigens Ihre Erinnerungen für die Zukunft werden! Weißt du noch – am 13. Januar…..

 

 

Judith Metz und Team

 

 

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