Laterne, Laterne – Wir beschäftigen uns mit Sankt Martin

Veröffentlicht am 15. Oktober 2015 von Judith Metz in Allgemein

„Laterne, Laterne….“

Am 11. November 2015 feiern wir das Sankt Martinsfest in der Kita. Höhepunkt ist ein großer Laternenumzug.

Doch wer ist eigentlich dieser Heilige Martin, an den jedes Jahr am 11. November erinnert wird?

Martin war ein römischer Soldat, der um das Jahr 316 nach Christus geboren wurde. Der Legende nach ritt er an einem kalten Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler vorbei. Dieser tat ihm leid, und so teilte Martin mit dem Schwert seinen warmen Mantel und gab dem Bettler eine Hälfte. In der Nacht erschien ihm der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen.

Nach diesem Erlebnis ließ sich Martin taufen und im christlichen Glauben unterrichten. Später baten ihn die Menschen der Stadt Tours (heute Frankreich), ihr Bischof zu werden. Der bescheidene Martin befand sich jedoch des Amtes nicht für würdig und versteckte sich in einem Gänsestall. Aber die schnatternden Vögel verrieten ihn, so dass er doch noch zum Bischof geweiht wurde.

Martin wurde am 11. November 397 mit einer großen Lichterprozession zu Grabe getragen.

Noch heute gilt nicht nur für Christen die Botschaft vom heiligen Martin: Jeder Mensch, der genug oder sogar mehr als genug zum Leben hat, sollte ärmeren Menschen und vor allem Menschen in Not, etwas abgegeben. Das macht beide Seiten froh. (Quelle NDR.de – Kultur – Geschichte/Warum feiern wir Sankt Martin)

sankt martin

 

Kinder und Mitarbeiter freuen sich auf dieses Fest mit den leuchtenden Laternen in der beginnenden Dunkelheit, die Laternenlieder und das anschließende Zusammensein vor der Kita bei Kinderpunsch, Glühwein, Pizzabrötchen und Weckmänner.

In unserer Kita steht allerdings nicht nur der Laternenumzug im Mittelpunkt, sondern wir besprechen jedes Jahr aufs Neue die Sankt Martin Geschichte mit den Kindern. Natürlich in einer altersentsprechenden Art und Weise. Die Geschichte wird erzählt, gesungen, nachgespielt und diskutiert.

Die Kinder fragen dann auch kritisch nach: „Hast Du auch schon einmal einem armen Menschen geholfen?“ oder „gibt es bei uns auch arme Menschen?“ Bei den Kindern entsteht schnell der Wunsch etwas zu tun, selbst zu helfen. Die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ist in diesem Jahr eine solche Hilfsaktion in unserer Gemeinde, die wir auch mit den Kindern aufgreifen.

Gerade die Vorschulkinder setzen sich mit vielen sozialen Themen auseinander und sprechen auch das Thema Flüchtlinge an. Wir sind immer wieder erstaunt, WIEVIEL die Kinder aus den Medien mitbekommen und wie viele Gedanken sie sich darüber machen. Sie berichten von überfüllten Flüchtlingsbooten, die sie im Fernsehen gesehen haben; von Kindern, die frieren und Angst haben.

„Wir müssen doch den Kindern helfen. Ich gebe etwas von meinen Spielsachen ab. Diese Kinder brauchen doch auch Spielsachen und ein Zuhause.“

Sankt Martin macht uns das Teilen vor und wir können von unseren Kindern lernen. Ein achtjähriger Junge, der unsere Schulkinderbetreuung besucht und sich gerade einen Zeitungsbericht über Flüchtlinge anschaute, sagte zu dem Thema: „Aber das sind doch auch Kinder. Einfach nur Kinder.“

Recht hat er.

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Für Kinder ist Rassismus zunächst ein Fremdwort

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